Das sieht beispielsweise so aus: Eine große Ansammlung bunter und appetitlicher Gerichte und Schüsseln wird zu einem Tisch auf die runde Glasplatte in der Mitte gebracht. Alle traditionellen Köstlichkeiten aus Beijing sind bei diesem Festmahl zu finden, ebenso ein Tablett mit kleinen Pfannkuchen, länglich geschnittenen Gurkenstückchen und einer speziellen Pflaumensauce. Dennoch ist das Hauptgericht eben nicht die berühmte Pekingente, stattdessen wird den neugierigen Gästen etwas Neues geboten. So gibt es als Füllung für die Fladen leckere Tofustückchen, Milchquark und scharf angebratenen Bambus. Momentan hören sich solche Varianten noch ungewöhnlich an, doch vegetarische Gerichte sind in Beijing auf dem Vormarsch.
Eine steigende Anzahl an Restaurantbesuchern bevorzugt immer mehr vegetarische Gerichte und verzichtet bewusst auf Fleisch. Mittlerweile haben sich drei Arten von Vegetarier-Restaurants in Beijing durchgesetzt. Die erste Variante tendiert zum Buddhismus und verschreibt sich einer gewissen Form der Spiritualität. Oft sind diese Lokale von Kerzenlicht erleuchtet und der Duft von Räucherstäbchen liegt in der Luft. Viele traditionelle chinesische Gerichte werden hier angeboten, gleichzeitig sind sie aber auch ziemlich teuer. Der zweite Typus orientiert sich an der gesundheitsbewussten Ernährung und verwendet beim Kochen wenig Öl und Salz. Bei der dritten Variante handelt es sich um eine westliche, die typische Gerichte herstellt wie vegetarisches Curry oder auch Pommes Frites aus Süßkartoffeln.
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