Seit Anfang Oktober hat in der chinesischen Hauptstadt beispielsweise das Restaurant Gingko Tree geöffnet, das sich auf ein Pekingenten-Imitat spezialisiert hat. Der 32-jährige Besitzer Wang Rui sagt, als er das Restaurant eröffnet hatte, hätte er 20 zahlende Gäste begrüßt, mittlerweile sind es jedoch bis zu 100 Gäste pro Tag. Dies ist keine Ausnahme. Wang erzählt, dass er auch zahlreiche weitere Wettbewerber hätte, die ebenfalls auf die vegetarische Karte setzen würden. "Der Trend hat vor ungefähr sieben Jahren begonnen, als der Öffentlichkeit immer mehr der gesundheitliche Aspekt ihrer Ernährung bewusst wurde. Viele vegetarische Restaurants sind in der Zeit von 2002 bis 2006 entstanden", sagt Wang.
Vor 15 Jahren hatte es nur ein oder zwei entsprechende Lokalitäten gegeben, doch mittlerweile gibt es fast 100 und der Wettbewerb wird zunehmend schärfer. Viele vegetarische Restaurants propagieren Bio-Lebensmittel, auch das ist ein zunehmend wichtigeres Phänomen in China. Die Zeitung Seattle Times berichtete, der Export an Bio-Lebensmitteln hätte im Jahr 1995 noch einen Umsatz von 300.000 US-Dollar ausgemacht, im Jahr 2008 waren es stolze 500 Millionen Dollar. Sowohl Vegetarismus als auch Bio-Lebensmittel sind in der öffentlichen Wahrnehmung in China eng miteinander verknüpft.
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