Eine nichtstaatliche Umweltschutzorganisation sagte am Montag, dass sie Partner für ihre neue App und die Website suche, welche Nichtraucher-Restaurants und -cafés in der Hauptstadt auflistet.
"Wir wollen bei der Vermarktung unserer Dienstleistung mit der Unterhaltungsseite dianping.com zusammenarbeiten, da diese zahlreiche Nutzer hat. Wir möchten, dass es dort hinter allen rauchfreien Restaurants ein Zeichen gibt. Alle diese nehmen wir zusammen, um gemeinsam eine Marke zu bilden", sagte Wang Qiuxia von Green Beagle. Die Nichtregierungsorganisation wendete sieben Monate dafür auf, um mehr als 10.000 Restaurants in Beijing zu überprüfen. Dabei entdeckte sie mehr als 800 rauchfreie Restaurants, die im September in der frisch gegründeten Website aufgenommen wurden.
"Unsere Freiwilligen riefen alle Restaurants an und fragen, ob sie dort mit einem Freund essen könnten, der raucht. Wir nahmen nur die Restaurants auf, die dies mit Nachdruck verneinten", sagte Wang. Für die Feldforschung seien insgesamt rund fünf Prozent der Betriebe überprüft worden – darunter auch chinesische Restaurants wie Green T. House und DinTaiFung. "Wir verglichen die Telefon-Ergebnisse mit der Feldforschung. Dabei zeigte sich, dass das Ergebnis der Umfrage recht präzise war."
Das Gesundheitsministerium erließ eine Regel, die im Mai 2011 in Kraft trat und das Rauchen an allen öffentlichen Plätzen verbietet. Allerdings haben insbesondere kleinere Restaurants Mühe, diese durchzusetzen. Li Fu, Manager der Nudelkette Huatian Yanji, sagte, dass es nicht möglich sei, das Rauchen hundertprozentig zu unterbinden. "Wir versuchen die Raucher im Restaurant zu überzeugen. Der Erfolgt hängt aber damit zusammen, mit welcher Art von Kunden wir es zu tun haben", sagte Li. Wenn die Raucher vernünftig sind, werden sie ihm zuhören. "Doch andere beschimpfen dich und bereiten Probleme. Wir können die Kunden nicht zwingen, die neuen Regeln zu befolgen." Nur wenn sich andere Kunden beschweren, versucht Li die Raucher in ein anderes Zimmer zu verfrachten.
Yang Gonghuan, stellvertretender Direktor des Chinesischen Zentrums für Krankheitskontrolle und Prävention, sagte, dass die Restaurants die Verantwortung übernehmen sollten, wenn sie die Raucher nicht stoppen können. "Die Kunden müssen mit mehr Nachdruck dazu aufgefordert werden, mit dem Rauchen aufzuhören. Wenn ihnen das nicht gelingt, werden sie bestraft", so Yang. Im März hatte die Beijing Times bericht, dass die Verletzung des Rauchverbots mit 5000 bis 10000 Yuan geahndet werden kann.
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