Seit dem 15. Jahrhundert werden in England Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke oder Gedichte schicken. Die Verbindung mit Blumengeschenken könnte auf die Gattin des Dichters Samuel Pepys zurückgehen, die 1667 mit einem Blumenstrauß auf Pepys’ Liebesbrief reagierte. Von da an wurde die Verbindung von Brief und Blumen in der noblen britischen Gesellschaft nachgeahmt. Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit in die „Neue Welt“ (USA) – und so verbreitete sich der Brauch nach und nach nahezu um die ganze Welt.
Aber nun zurück zum aus dem Westen adoptierten chinesischen Valentinstag.
Der Valentinstag heißt in China “Qíngrénjié” (chinesisch: 情人节). Im Gegensatz zum Westen werden Valentinsgrüße nicht nur an die Angebetete oder den Angebeteten geschickt, sondern auch an Menschen, die man einfach gern hat. Entsprechend unterschiedlich werden die Valentinsgrüße auch formuliert.
Personen die man “nur” gern hat, oder seinen Freunden, kann man “qíngrénjié kuàilè” (chinesisch: 情人节快乐) schicken, was so viel wie bedeutet wie “Happy Valentine” oder auf deutsch “Grüße zum Valentinstag”.
Verliebte Chinesen unter sich verwenden selbstverständlich deutlichere Worte - auch im sonst eher als zurückhaltend geltenden China. Zum einen gibt es auch dort den Klassiker “Ich liebe Dich”, was auf chinesisch dann “wǒ ài nǐ” (chinesisch: 我爱你) heißt. Die zweite Möglichkeit im Chinesischen wäre “nǐ shì wǒ de àiren” (chinesisch: 你是我的爱人), was man mit “Du bist meine Liebe” übersetzen könnte. Das Wort “àiren” (chinesisch: 爱人) steht im Chinesischen für “Ehemann, Ehefrau, Geliebter, Geliebte, etc.).
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