Ein Menü besteht meistens aus mehreren kleinen kalten Vorspeisen oder einer kunstvoll zusammengestellten kalten Platte, die dazu helfen sollen, die Wartezeit auf die Hauptgerichte zu verkürzen.
Zu einem vollständigen Essen gehört eine Kombination aus Fleisch-, Geflügel-, Fisch- und Gemüsegerichten - häufig in dieser Reihenfolge. Gibt es mehrere Gerichte einer Kategorie, wird die Speisenfolge variiert. Zusammenstellung und Reihenfolge sind eine Kunst für sich, wobei vorläufig der Hinweis genügen soll, daß Gegensätze durchaus vereinbar und Kontraste erwünscht sind.
Die Suppe kommt meistens zum Schluß. Sie soll die verbliebenen Lücken im Bauch auffüllen und die intensiven Geschmacksrichtungen der verschiedenen Speisen neutralisieren - weshalb sie von "Langnasen" oft als etwas fad empfunden wird. Manchmal kommt die Suppe aber auch am Anfang oder irgendwann zwischen anderen Gängen. Das kann verschiedene Gründe haben: einmal gibt es regionale Unterschiede in der Auffassung, wann der richtige Zeitpunkt für die Suppe gekommen ist, oder aber es handelt sich um eine intensiv schmeckende Suppe, die als eigenständiges Gericht gilt.
Süsser Nachtisch ist in den meisten Gegenden eher unüblich, aber inzwischen wird - vielleicht auch als Zeichen der Internationalisierung von Essgewohnheiten - gerne frisches Obst als Abschluß serviert. Süsse Speisen werden oft als ein Gang unter anderen im Rahmen eines Menüs gereicht oder unabhängig von den Mahlzeiten gegessen. Es gibt sie jedenfalls und man kann sie natürlich auch als Nachtisch servieren, wenn man möchte. Hierbei sind die ChinesInnen ganz undogmatisch. Kleiner Tip für "Süsse": die bisher einzige süsse Speise in diesem Kochbuch sind die Fadenziehenden Kartoffeln (oder Äpfel, Bananen etc.) in der Abteilung Gemüse & Doufu.
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