Das Andicken gehört ebenfalls zu den Zubereitungsvorgängen. Wenn das Gericht fast gar ist, gibt man das in Wasser aufgelöste Stärkemehl in die Pfanne, um die Flüssigkeit einzudicken. Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Stärkemehl in einer anderen Pfanne zu erhitzen und erst dann über die Speise zu gießen, wenn sie schon angerichtet ist.
Das Andicken trägt dazu bei, die Zutaten und ihre Sauce besser miteinander zu verbinden, den Geschmack der Speise zu vervollkommnen sowie einen knusprigen Überzug über das zarte Innere der Speise zu schaffen; überdies macht das Andicken die Speisen glatt und weich und verleiht ihnen ein noch schöneres Aussehen.
Wir unterscheiden zwei Arten des Andickens: Bei der ersten Methode werden das Stärkemehl, Sojasoße, Salz, Zucker, Essig, Glutamat und Wasser in einer Schüssel vor der Zubereitung schon fertig gemischt, und die Mischung wird griffbereit gestellt. Wenn das Gericht gar geworden ist und schon beinahe servierbar ist, gibt man die Mischung in die Pfanne hinein. Diese Methode wird zum Bao-, Chao- und Liu-Braten benutzt. Bei der zweiten Art des Andickens werden die verschiedenen Gewürze beim Zubereitungsvorgang eines nach dem anderen dem Gericht zugefügt, damit sie besser in das Innere der zubereiteten Speise eindringen können. Erst wenn der ganze Pfanneninhalt fast gar ist, wird das in Wasser aufgelöste Stärkemehl hinzugegeben, die Speise unter Rühren schnell aufgekocht und serviert. Diese Methode benutzt man gerne beim Zhu- und Hui-Schmoren.
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