Beijing „Tee in großer Schüssel“ ist eine spezielle Methode des Teetrinkens im Nordchina. Diese Sonderart wird durch die Charakterzüge der Leute dort geprägt, die freimütig und rau sind. Früher fand man viele Teestände an Ladeplätzen von LKWs und Schiffen, auf Märkten oder in lebendigen Stadtvierteln. Die Einrichtung ist normalerweise sehr einfach und bescheiden. Sie besteht aus einem weißen Stoffzelt auf einer Straßenseite, einem kargen Tisch mit ein paar Hockern. Der Tee wird in einer großen Schüssel zu einem günstigen Preis verkauft. Die Leute können sich kurz hinsetzen oder gar im Stehen eine Schüssel bestellen und diese in ein paar Schlücken austrinken. Es gab auf der Qianmendajie in Beijing viele solche Teestände, woher sich auch den Namen von dieser Sonderart herrührt. Vielen Leuten bedeutet „Tee in großer Schüssel“ auch gleich "Beijinger Tee in großer Schüssel“.
Der "Beijinger Tee in großer Schüssel“ ist ein Teegetränk, das dem normalen Volk als Durststiller dient. Was die Teesorte betrifft, wird hier der von den Nordländern beliebte Jasmintee eingesetzt. „Tee in großer Schüssel“ ist ein Getränk des normalen Volks und der Reisenden. Deshalb wird selten Wert auf die Qualität des Tees gelegt. Hauptsache ist, dass der Preis günstig genug ist. Zu der bescheidenen Einrichtung des Teestandes gehört noch ein großer Tee-Eimer und ein Duzend von Porzellanschüsseln niederiger Qualität. In die Schüssel wird nur klarer Tee gegossen und die Teeblätter bleiben im Eimer zurück für eine nächste Runde, bis sie gar keinen Geschmack mehr abgeben können.
In der heutigen Zeit lässt sich diese kulturelle Spezialität nur selten erblicken. Aber in Beijing kann man es noch bei einigen Teehäusern erleben. Hier gibt es keine klassischen Touristen, sondern nur diejenigen, die sich trotz der Zeitänderung in dieses alte Kulturerbe der Stadt Beijing tief verliebt haben und diejenigen, die es zum ersten mal erleben möchten.
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