Die Hunan-Küche, auch Xiang-Küche genannt, stammt aus einer Provinz, die seit alter Zeit den Ruf hat, das „Land von Fisch und Reis“ zu sein. Die Provinz Hunan war, was Lebensmittel betrifft, immer ein Füllhorn. Die besonderen Merkmale der Hunan-Küche sind Reichhaltigkeit, Weichheit und Feuchtigkeit, dezent kombiniert mit Chili. Die Hunan-Küche ist dabei duftend, mit knackigem frischen Gemüse, die „al dente“ gekocht werden. Von dieser Küche wird gesagt, dass sie das Salzige aus Nordchinas und das Süße aus Südchina besitzt. Auch eine schweißtreibende Schärfe ist ihr eigen und sie zeigt Berührungspunkte mit anderen lokalen Gerichten. Des weiteren basiert sie auf frischen, regionalen Zutaten sowie der Jahreszeit entsprechenden Grundnahrungsmitteln. Das ist der Grund, warum die Hunan-Küche meist weniger aufwändig ist als andere Küchen.
Die Hunan-Küche favorisiert Zubereitungsmethoden wie kurzes Anbraten, Dämpfen und Räuchern. Sie ist berühmt für ihre „gedämpften“ Gerichte. Die Küche ist vor allen Dingen überragend, wenn es um Braten und Backen geht, auch bedingt durch die besonderen Zutaten. Ebenso wichtig ist für die Hunan-Küche die Art und Weise, wie das Fleisch und das Gemüse geschnitten werden. Die fertig zubereiteten Speisen sollen das Auge erfreuen und das Fleisch sollte möglichst zart sein.
Die speziellen Gewürze der Hunan-Küche umfassen Sojasoße, Teesamen-Öl, Würziges Öl, chinesischer roter Pfeffer, Fenchel und Kassiaöl. Alle diese geben eine besondere Farbe und ein einzigartiges Aroma. Diese Küche ist, wegen ihres reichlichen aber besonnen Umgangs mit Gewürzen, bekannt für ihre Schärfe. Besonders für den Gebrauch von Chili, der in der Hunan-Küche ebenso zum Standard gehört, wie in der südamerikanischen oder indischen Küche. Die Menschen in Hunan mögen Chili in fast allen Gerichten mir Ausnahme von Eiscreme.
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