In der Geschichte gibt es sehr viele Arten von Teehäusern, große Teehäuser, Häuser für grünen Tee, Teehäuser mit Geschichtenerzählern, ländliche Teehäuser, Teestände, Teebuden usw. In der Moderne erschienen Teehäuser mit Musik, Teestuben, Teepavillons. Diese Orte dienten den Menschen zur Entspannung, um sich zu treffen, Geschäftsverhandlungen zu führen, über Geschäfte zu diskutieren. Die Menschen, die Teehäuser aufsuchten, gingen allerlei Berufen nach, und wählten das Teehaus aus, das ihrem Geschmack entsprach. Aufgrund dieser unterschiedlichen Optionen entstand eine höchst verschiedenartige Teekultur.
Teehaus für Geschichtenerzähler
Den Hauptinhalt dieser Art der Teehäuser bildeten Geschichtenerzähler, wobei das Teetrinken nur das Medium war. In diesen Teehäusern für Geschichtenerzähler wurde vor einem aufgeschlagenen Buch frischer Tee verkauft, der den Passanten zur Entspannung und zum Durst löschen angeboten wurde. Nachdem das Buch aufgeschlagen war, wurden Teetrinker und Zuhörer eins, und die normalen Teetrinkern wurden nicht mehr empfangen. Auf der einen Seite lauschten die Gäste dem Vorlesen, auf der anderen Seite wurde Tee getrunken, und der dargebotene Tee erfrischte den Geist und steigerte das Vergnügen, wobei gleichzeitig das Lauschen auf das Vorlesen des Buches der Hauptzweck war und der Tee nur als Ergänzung diente. Die Kosten für das Zuhören wurden nicht als „Teegeld“, sondern als Buchgeld bezeichnet, mit anderen Worten, die Hauptsache in diesen Teehäusern war das Lauschen einer vorgelesenen Geschichte. 
Die Einrichtung berühmter Buch-Teehäuser war exquisit, Stühle und Tische waren aus Rattan, die Wände waren mit Kalligraphie geschmückt, was eine angenehme Atmosphäre beim Zuhören des Vortrags schuf. Die Mitarbeiter des Teehauses baten den Vorleser im Voraus über das Buch zu sprechen, um beurteilen zu können, ob der Inhalt allen gefallen könne. Ein großes Buch konnte über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten vorgelesen werden. Von den Einnahmen erhielt der Vorleser ein Siebtel, das Teehaus ein Drittel.
Häuser für grünen Tee, Teehäuser zum Brettspiel
Häuser für grünen Tee, waren, wie der Name bereits vermuten lässt, Teehäuser, in denen speziell grüner Tee verkauft und das Trinken dieses Tees das Hauptziel war. Die Einrichtung bestand im Allgemeinen aus eckigen Holztischen, einer schlichten und eleganten Möblierung. In den drei Jahreszeiten Frühling, Sommer und Herbst, in denen die Gäste zahlreich waren, hatte man im Freien oder in den Innenhöfen Sonnendächer aufgestellt, unter denen verstreut die Gäste saßen. Die Stammgäste saßen in den Zimmern und in den Höfen gab es Privaträume. Vor dem Tor des Teehauses oder auf der Dachtraufe war ein Schild angebracht mit der Aufschrift „Maojian“ (frischer grüner Tee) oder „Yuqian“ (Vor dem Regen), der die verkaufte Teesorte verkündete. Jeden Morgen wird um 5 Uhr das Feuer für das Geschäft entfacht, zu dieser Zeit sind die Gäste zum Großteil alte Leute, die sich entspannen. Nachmittags betritt eine Menge neuer Gäste das Teehaus, vor allem Kaufleute, fliegende Händler, die hierher kommen, um über ihre Geschäfte zu sprechen und Angelegenheiten zu diskutieren.

Falls es sich um ein Teehaus handelt, in dem Brettspiele gespielt werden, ist die Einrichtung verhältnismäßig schlicht, sie kann auch als einfach und sauber beschrieben werden. Oftmals sind es Rundhölzer oder einfach in den Boden eingelassene viereckige Pflöcke, auf denen das Spielfeld aufgezeichnet ist, oder Holzbretter bilden den Spieltisch, mit langen Bänken auf beiden Seiten. Zum einen wird Tee getrunken und zum anderen gespielt.
Ländliche Teehäuser und saisonale „Teebuden“
Ländliche Teehäuser sind auf dem offenen Land eingerichtet, meistens wegen landschaftlich reizvoller Stellen, in abgeschiedener Umgebung unter Lauben, in Weingärten oder an Teichen. Diese Teehäuser ziehen die Gäste wegen des lieblichen Bergquellwassers, der landschaftlichen Schönheit und der Wasserqualität an.
Ferner gibt es noch die saisonalen Teestände in Parks und Pavillons, zu denen die Teetrinker kommen, um die Landschaft zu genießen, und am Ende eines geschäftigen Tages in der lärmenden Stadt einen Augenblick der Ruhe und Stille zu finden.
Quelle:Confucius Institute Online
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