Die sogenannte Ostkirche wurde als zweitälteste Kirche Beijings 1655 von den portugiesischen Jesuitenmissionaren Louis Buglio und Gabriel de Magalhães erbaut.
1720 wurde die Kirche bei einem Erdbeben zerstört, aber im Jahr darauf wieder aufgebaut. Unglücklicherweise konnten aber die Gemälde des berühmten Jesuiten Castiglione nicht wieder hergestellt werden.
1807 wurde die Kirche durch ein Feuer zerstört. Die Missionare hatten beschlossen, ihre wertvollen Bücher an einen sichereren Ort zu transportieren. Um unnötige Aufmerksamkeit zu vermeiden, arbeiteten sie nachts. Als jemand unbeabsichtigt eine brennende Öllampe umstieß, brannte das Wohnhaus bis auf die Grundmauern nieder, und die Kirche wurde ebenfalls zerstört. In der Hoffnung, dass der Kaiser zur Wiederherstellung der Kirche beitragen würde, wandten sich die Priester an den Hof. Aber stattdessen ließ Kaiser Jiaqing den Kirchenbesitz und alle dazugehörigen Gebäude konfiszieren. Die Kirche wurde endgültig zerstört und aufgegeben.
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Als 1860 nach dem zweiten Opiumkrieg der Kirche ihr Besitz zurückgegeben wurde, war von der ehemaligen Ostkirche nur noch das Tor der Umfassungsmauer übrig.
Für den Übergang wurden einfache Bauten als Kapelle und Wohnhaus errichtet, bis 1884 der damalige Bischof Louis Gabriel Delaplace eine neue Kirche im romanischen Stil errichten ließ.
Aber nach nur zehn Jahren wurde sie am 13. Juni 1900 von den aufständischen "Boxern" erneut niedergebrannt. 1904 wurde dann die jetzt noch erhaltene Kirche gebaut, um die zerstörte zu ersetzen.
Am 21. August 1966 wurde die Kirche zu Beginn der Kulturrevolution geschlossen und erst 1980 wieder für das religiöse Leben geöffnet. Bis dahin war sie als Grundschule genutzt worden.
Im Zuge der Verschönerung und des Umbaus der Wangfujing-Straße zur Fußgängerzone wurde auch die Ostkirche im Jahr 2000 komplett renoviert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz.
Adresse
Wangfujing Dajie 74, Dongcheng Bezirk
Messen
Sonntags: 6:15, 7:00, 8:00 (Chinesisch) und 16:00 (Englisch)
Werktags: 6:30, 7:00 (Chinesisch)
Quelle:china-zentrum
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