Die Kathedrale ist die älteste Kirche in Beijing. Ursprünglich von dem italienischen Jesuiten Matteo Ricci als kleine Kapelle an seinem Wohnort erbaut, wurde 1650 an dieser Stelle unter der Aufsicht des deutschen Jesuitenmissionars Adam Schall von Bell, der zu dieser Zeit Direktor des Amts für Astronomie und Kalender war, die erste große Kirche Beijings erbaut. Auf dem Gelände befanden sich zudem noch ein astronomisches Observatorium und eine Bibliothek.
1690 wurde Beijing zur Diözese erhoben. Der erste Bischof, Bernardin della Chiesa, machte die Südkirche zu seiner Kathedrale.
Im Jahr 1703 wurde die Kirche im europäischen Stil von Grund auf renoviert, aber bald darauf von zwei Erdbeben (1720 und 1730) und von einer Feuersbrunst (1775) zerstört. Nach jeder Zerstörung gaben die jeweiligen Kaiser (Kangxi, Yongzhen und Qianlong) Geld für den Wiederaufbau.
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Nachdem die Kirche 1838 durch Kaiser Daoguang geschlossen worden war, wurde sie nach dem zweiten Opiumkrieg 1860 wiedereröffnet, der Bischofssitz jedoch zur Nordkirche verlegt.
Am 14. Juni 1900 brannten die Boxer die Kirche bis auf die Grundmauern nieder. Sie wurde 1904 im gleichen Stil wieder aufgebaut. Dies ist die Kirche, die man auch heute noch bewundern kann.
Die Kirche wurde erneut Bischofssitz, als Bischof Yao Guangyu 1959 der erste unabhängig gewählte und geweihte Bischof der Diözese wurde.
Während der Kulturrevolution wurde die Kirche geschlossen, 1979 aber offiziell wieder eröffnet. Seit 1971 gab es aber bereits wieder Gottesdienste für ausländische Diplomaten, Besucher und Überseechinesen.
Der neue Bischof der Diözese Peking, Li Shan, wird den Bischofssitz wieder zur Nordkirche verlegen.
Adresse:Qianmen Xi Dajie 141, Xicheng Bezirk
Messen
Sonntags: 6:00 (Lateinisch), 7:00 und 8:30 (Chinesisch),
10:30 und 16:30 (Englisch), 18:00 (Französisch)
Werktags: 6:00 (Lateinisch), 6:30 und 7:15 (Chinesisch)
Samstags: 6:00 (Lateinisch), 6:30, 7:15 und 18:30 (Chinesisch)
Quelle:china-zentrum
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