Je weiter man in den Lumicang Hutong in Beijing hineingeht, desto mehr zweifelt man daran, dass sich in dieser Gegend, in diesen schmalen Gassen, die voll von Obsthändlern sind, einer der besterhaltenen buddhistischen Tempel der Ming-Dynastie befindet. Kurz vor dem Ende der Gasse rückt das wellige schwarze Dach von Zihua ins Blickfeld, das den schlichten Eingang verdeckt.
Abhängig von der Tageszeit kann man den Innenhof betreten, um das hohe Trillern von Bambusflöten neben dem Sirren der Sheng und dem Klingen der Schlaginstrumente zu hören. Viermal täglich führen die Musikern in gelben Roben in einem 15-minütigen Konzert Ming-zeitliche Saiten-, Blas-, und Schlaginstrumente vor. Einige dieser Instrumente sind ziemlich einzigartig, so wie die Sheng, ein Blasinstrument, das wie ein dicker Pflanzenstengel mit vielen Sprossen aussieht, oder die Yunluo, eine Sammlung gestimmter Mini-Gongs.
Die Tempelmusiker spielen ihre traditionellen buddhistischen Lieder aus der Ming-Zeit im Hof, egal ob Besucher da sind oder nicht. Diese Lieder werden sein 27 Generationen weitergegeben und hören sich ein bisschen so an, als wären sie nicht von dieser Welt, selbst wenn die Musiker selbst nicht besonders leidenschaftlich in ihrer Aufführung sind. Die Klänge aus dem vorderen Hof, wo Besucher und Touristen fotografieren können, sind bis in die hintersten Ecken der Anlage zu hören.
Die Musikaufführungen finden jeden Tag um 9 Uhr, 10 Uhr, 11 Uhr und 15 Uhr statt.
Adresse: Nr. 5 Lumicang Hutong, zu erreichen über Chaoyangmen Nanxiaojie, nahe Jinbao Str.
Anfahrt: U-Bahnlinie 2 Station Jianguomen (建国门)
Mit dem Bus 24 oder 674 bis zur Haltestelle Lumicang(禄米仓)
Eintrittspreis: 20 Yuan
Tel: :(010)65133334
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