Die Schornsteine sind immer noch da, ebenso wie die Werk-, Lager- und Versammlungshallen, verbunden mit Röhren, auch über der Erde. An den Mauern sieht man noch die Slogans aus den 60er Jahren. Die früheren Fabriken sind jetzt Gallerien, und dazwischen gibt es viele Cafés und Restaurants. Die Kunst-Zone 798 ist mittlerweile ein Fixpunkt im Pekinger Kulturleben.
Bauhaus-Fabrikshallen
Früher war hier eine Fabrik für Radiogeräte, außerdem wurden auch Produkte der Rüstungsindustrie hergestellt, deshalb war das Gelände lange Zeit nicht öffentlich zugänglich. In den 50er Jahren halfen Ingenieure aus der DDR beim Bau der Gebäude, das sieht man heute noch am Bauhaus-Stil und aus deutschen Beschriftungen an Geräten und Leitungen. In den 60er Jahren wurde das Gelände in sechs Fabriken aufgeteilt, und eine davon bekam die Nummer 798. In den 80er Jahren wurden jedoch manche der Fabriken stillgelegt. Die Zahl der Arbeiter auf dem Gesamtgelände sank von 20.000 auf unter 4000.
Im Dezember 2000 kamen die verbliebenen sechs Fabriken unter die Verwaltung der Gesellschaft „Beijing Seven-Star Huadian Science and Technology Group“. Manche Produktionseinheiten wurden ausgelagert, und für die leeren Räume suchte man Mieter. Die einzigartigen Gebäude in guter Lage zogen viele Künstler und Kulturorganisationen an, die zunächst viel Platz, niedrige Miete und relative große Autonomie genossen. Aus den Fabriken wurde ein Gelände für Gallerien, Studios, kulturelle Institutionen, Lokale und Geschäfte, die Kunst-Zone 798.
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