In China genießt sie seit je höchste Wertschätzung. Schon die Insignien der Shang-Könige vor über 3000 Jahren wurden daraus gefertigt. Konfuzius sah in der Jade seine moralische Weltsicht verkörpert. "Glatt und glänzend, gleicht sie der Güte; hart und dicht, gleicht sie der Verstandeskraft; klar geschnitten, doch nicht schneidend, gleicht sie der Gerechtigkeit; von klarem Klang, gleicht sie der Musik; ihre Makel nicht verbergend, gleicht sie der Wahrhaftigkeit; von schönem Äußeren, gleicht sie der Vertrauenswürdigkeit", soll er befunden haben.
Mineralogisch gesehen handelt es sich meist um "Nephrit". Für Schmuck wird auch das härtere und kostbarere "Jadeit" verwendet. Grün bis Weiß sind die Grundfarben, zuweilen aber machen gerade die Verfärbungen den Reiz eines Stückes aus. Eine große Auswahl finden Sie in den meisten Antiquitätengeschäften.
Heute wird Jade in großen Manufakturen geschliffen, zum Beispiel in der Beijing Jadeware Factory, deren Fabrikladen eine große Auswahl führt: Dieser ist von Montag bis Freitag von 8.30 bis 17 Uhr geöffnet. Zu finden ist er in der Guangming Lu 13 (im Hinterhaus: von Osten kommend letzte Nebenstraße vor der Eisenbahnbrücke hineingehen, dann rechts). Jade aus neuerer Produktion ist auch in den meisten Kunsthandwerksläden erhältlich.
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