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798: Kunstzone in Beijing
  发表日期:2021年2月20日  共浏览285 次   出处:www.seeinchina.com     【编辑录入:中华旅游网
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Die Schornsteine sind immer noch da, ebenso wie die Werk-, Lager- und Versammlungshallen, verbunden mit Röhren, auch über der Erde. An den Mauern sieht man noch die Slogans aus den 60er Jahren. Die früheren Fabriken sind jetzt Gallerien, und dazwischen gibt es viele Cafés und Restaurants. Die Kunst-Zone 798 ist mittlerweile ein Fixpunkt im Pekinger Kulturleben.

Bauhaus-Fabrikshallen

Früher war hier eine Fabrik für Radiogeräte, außerdem wurden auch Produkte der Rüstungsindustrie hergestellt, deshalb war das Gelände lange Zeit nicht öffentlich zugänglich. In den 50er Jahren halfen Ingenieure aus der DDR beim Bau der Gebäude, das sieht man heute noch am Bauhaus-Stil und aus deutschen Beschriftungen an Geräten und Leitungen. In den 60er Jahren wurde das Gelände in sechs Fabriken aufgeteilt, und eine davon bekam die Nummer 798. In den 80er Jahren wurden jedoch manche der Fabriken stillgelegt. Die Zahl der Arbeiter auf dem Gesamtgelände sank von 20.000 auf unter 4000.

Im Dezember 2000 kamen die verbliebenen sechs Fabriken unter die Verwaltung der Gesellschaft „Beijing Seven-Star Huadian Science and Technology Group“. Manche Produktionseinheiten wurden ausgelagert, und für die leeren Räume suchte man Mieter. Die einzigartigen Gebäude in guter Lage zogen viele Künstler und Kulturorganisationen an, die zunächst viel Platz, niedrige Miete und relative große Autonomie genossen. Aus den Fabriken wurde ein Gelände für Gallerien, Studios, kulturelle Institutionen, Lokale und Geschäfte, die Kunst-Zone 798.

Eine Kunst-Ressource

Unter den ersten Künstlern, die hier ihre Ateliers einrichteten, waren Huang Rui, Xu Yong und die Schriftstellerin Liu Sola. Xu Yong ist für seine Fotografien von alten Gassen der Hauptstadt bekannt, die leider in den letzten 20 Jahren großteils abgerissen wurden. Er gründete auch ein Unternehmen für die Besichtigung der verbliebenen Gassen rund um die Seen im Norden der verbotenen Stadt, und zwar mithilfe von traditionellen Fahrradrikschas. Xu Yongs große Gallerie Time Space in der Kunst-Zone 798 vereint Kunst und Geschäft in erfolgreicher Weise.

Herr Xu ließ sich hier im Jahr 2002 nieder. „Damals wollte man aus der Fabrik ein Einkaufszentrum für Elektronik machen", erinnert er sich. „Die Hallen, die wir mieten konnten, waren staubig und schmutzig, alle Fenster waren kaputt. Aber es war viel Platz.”

Xu Yong machte sich ans Aufräumen. Hier waren keramische Instrumente hergestellt worden, und manche der schweren Maschinen stehen heute noch da. Herr Xu wählte für seine Gallerie den Namen „Time Space“, weil diese Kunst-Zone in besonderer Weise in Zeit und Raum verbindend wirkt. „Hier kann man nicht nur moderne Kunst erleben, sondern auch die Zeitgeschichte spüren."

Es war ein großes Risiko für Xu und die anderen Künstler, diese Räumlichkeiten zu renovieren. Ursprünglich wollten die Verantwortlichen die Fabrik 2005 abreißen. Glücklicherweise konnten die Kunstereignisse und Veranstaltungen durch ihre allgemeine Popularität schließlich alle maßgebenden Leute davon überzeugen, dass es sich lohnt, wenn dieses Gelände als Kunst-Zone erhalten bleibt.

“Am Anfang, als sie die leeren Hallen an uns vermieteten, glaubten die Leute von der Seven-Star-Group nicht, dass wir das Gelände dauerhaft profitabel machen würden“, sagte Xu. "2003 veranstalteten alle Künstler in der Zone die Kampagne 'Reconstructing 798', das war ein Tag der offenen Tür für alle Studios und Gallerien. An diesem Tag kamen ungefähr 1000 Besucher, das war ein Rekord für alles, was hier mit zeitgenössischer Kunst zu tun hat."

Eine Ikone

Im Jahr 2003 zählte das US-Magazin Time 798 weltweit unter die 22 städtischen Kunstzentren mit “dem höchsten Sinn für Kultur”. Im selben Jahr wurde Beijing von Newsweek in einer Liste der 12 interessantesten internationalen Metropolen erwähnt, das lag unter anderem an dem großen Eindruck, den 798 machte. 2004 war Beijing im Magazin Fortune unter den 20 Städten mit dem größten Potential für Entwicklung. Auch diese Einschätzung wurde unter anderem auf die Kunstzone 798 zurückgeführt.

Heute ist 798 eine “must-see-destination” für ausländische Touristen. Viele Ausstellungen und Modeschauen sind von zahlreichen Politikern, Filmstars und anderen Prominentem besucht worden. Seit 2004 kamen z.B. Gerhard Schröder, José Manuel Barroso, Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy und natürlich auch der IOC-Präsident Jacques Rogge.

Während der Olympischen Spiele besichtigten Scharen von Touristen die Kunstzone, und mehrere Länder oder Regionen nutzten die Gelegenheit, um sich hier wie bei einer internationalen Messe mit Kunst und Kultur zu präsentieren. Da gab es z.B. die “Switzerland Cabin 2008·China“, organisiert von Olivier Roos, dem Kulturreferenten der Schweizer Botschaft.

798 war aber von Anfang an vor allem auch eine Plattform für junge Künstler. "798 ist eine gute Sache, und noch immer recht rar, in mancher Hinsicht", sagte Li Ning, ein Student an der Beijinger Filmakademie. Er hält hier gerade eine Ausstellung seiner Fotos, und zwar an der Außenmauer einer Gallerie. "Manche halten uns junge Künstler vielleicht immer noch für kindisch, aber wir setzen mit unseren eigenen Händen unsere Träume in die Tat um, so gut es eben geht“, sagte Li. „Deshalb ist eine Mauer jetzt erst einmal meine Gallerie."

Gemeinsame Stärke

Die Gründung und die bisher erfolgreiche Erhaltung der Kunstzone 798 kommt aus der Solidarität und der Zusammenarbeit vieler verschiedener Künstler und Kulturschaffender. Sie haben hier etwas wie eine Börse für das Denken und Gestalten errichtet, innerhalb der im Aufbruch befindlichen Möglichkeiten dieser Hauptstadt.

2006 reihte die Stadtverwaltung 798 unter die ersten 10 Orte, um die sich die „kreative Industrie“ konzentriert. Im selben Jahr eröffnete die Verwaltungsbehörde des Bezirks Chaoyang zusammen mit der oben erwähnten Seven-Star Group das „Beijing 798 Art Zone Construction and Administration Office“, mit dem erklärten Ziel, die Förderung zeitgenössischer Kunst angemessen zu koordinieren. 2007 schaffte es die Zone auf die “List of First Group of Protected Contemporary Excellent Architectures”, die von der Stadtplanungskomission und der Kulturerbeverwaltung gemeinsam erstellt wurde. Laut der Bestimmungen für diese Liste dürfen die Gebäude von 798 nicht abgerissen werden, und jegliche Renovierung darf ein jeweils eigens genehmigtes Maß an Veränderung keinesfalls überschreiten.

Obwohl die Mieten drastisch gestiegen sind, wohnen und arbeiten hier weiterhin viele verschiedene Künstler. Fast jeden Tag wird eine neue Ausstellung eröffnet. Seit 2006 gibt es das jährliche “798 Art Festival”, das auch als “carnival of art in Beijing“ bezeichnet wird.

Das Geschäftspotential der Zone ist in den letzten Jahren stetig und enorm gestiegen. Heute halten multinationale Unternehmen hier ihre “sales-promotions” ab. Die Kunstzone verbindet somit Kultur und Kommerz. Möbel-, Mode- und Catering-Häuser wurden eröffnet, das brachte noch mehr Kunden und kann auch als Bereicherung der Melange von Kultur- und Geschäftsaktivitäten gesehen werden.

"798 ist für mich in erster Linie eine hart erkämpfte Kunst-Community", sagte Wang Lin, „Mastermind“ des „798 Art Festival 2008“. "798 ist und bleibt ein Sammelpunkt für zeitgenössische Künstler. Wir haben hier eine Insel der Kunst in einer gebeutelten Metropole, ein großes Ensemble von gut geschützter historischer Bauhaus-Architektur in einer einzigartigen Stadtlandschaft. Der Erfolg von 798 kommt aus dem Engagement und der harten Arbeit vieler Künstler und Kulturschaffender. 798 ist für uns Künstler weiterhin eine kraftvolle und prosperierende Plattform, ebenso wie ein wertvolles Schaufenster."

Quelle:www.rmhb.com.cn


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