Der Tempel der Gesetzesquelle ist bis heute ein wichtiges und aktives Zentrum des Buddhismus und zudem Sitz der chinesischen Buddhisten-Vereinigung. Davon zeugt auch das rege Treiben der Mönche und die tiefreligiöse Haltung zumindest der meisten chinesischen Besucher. Gegründet wurde der Tempel während der Tang-Zeit (唐朝, 618-907), eine deutliche Erweiterung erfuhr er während der Ming- (明朝, 1368-1644) und Qing-Zeit (清朝, 1644-1911), so dass die Tempelanlage heute zu einer der größten in Beijing zählt. Der Tempel der Gesetzesquelle beherbergt viele bedeutsame buddhistische Reliquien und fungiert daher auch als Museum für buddhistische Literatur und das buddhistische Erbe Chinas. Den vielleicht wichtigsten Tempelschatz stellen die Papierabzüge der steinernen Bibliothek des Wolkenheimkloster (Yunjusi, 云居寺) dar, welche anders als die originale Bibliothek auch der Forschung zugänglich sind. Darüber hinaus ist der Tempel ein sehr schönes und gut gepflegtes Beispiel für die chinesische Tempelarchitektur. Prächtige Tempelbäume und die meditative Stille im durchaus gut besuchten Tempel laden zum längeren Verweilen ein, abgeschnitten von der Hektik der umliegenden Großstadt.
Adresse: Xicheng Bezirk, Fayuansi Qianjie 7 (西城区, 法源寺 前街 7)
Anreise: Der Tempel befindet sich etwa 15 Wegminuten von der U-Bahn-Haltestelle Caishikou (菜市口, Linie 4, Ausgang D) entfernt, ist aber nicht ganz leicht zu finden, weshalb sich die Mitnahme eines guten Stadtplans empfiehlt.
Eintrittspreise: 5 Yuan
Öffnungszeiten: 8.30 - 11.00 Uhr, 14.00 - 15.30 Uhr, kein Ruhetag
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