Wer von Peking aus einen Ausflug zur Chinesischen Mauer machen möchte, wird in der Regel nach Badaling geführt. Eine wunderbare Alternative ist die Mauer bei Huangyaguan(黄崖关), ca. 150 Kilometer nordöstlich von Peking. Keine Touristenströme, allenfalls ein paar chinesische Familien begegnen dem Besucher. Das Bauwerk ist in einem hervorragenden Zustand, die umgebende Landschaft ist wunderschön und alles lässt sich wirklich in aller Ruhe genießen.
Auf dem Rückweg nach Peking bietet sich der Besuch der Ostgräber der Qing-Dynastie an, sie sind über einen nur wenige Kilometer zählenden Umweg zu erreichen. Man kann ausgiebig die gesamte sehr sehenswerte Anlage besichtigen und auch hier sind nur wenige Besucher unterwegs.
Huangyaguan (chinesisch 黃崖關 / 黄崖关 Huáng yáguān ‚Gelbes Kliff‘) im Kreis Ji (蓟县) der regierungsunmittelbaren Stadt Tianjin ist ein wichtiger Übergang der Chinesischen Mauer, etwa 30 km nördlich Tianjins.
Huangyaguan wurde im Jahr 557 während der Zeit der Südlichen und Nördlichen Dynastien erbaut. Er war während der Ming-Dynastie für die Verteidigung gegen die Invasionen der Mandschu von großer Bedeutung. Zur Zeit des großen Soldaten Qi Jiguang wurde der Mauerabschnitt mit Ziegel und Stein wesentlich verstärkt.
Der Abschnitt von Huangyaguan verfügt über eine große Zahl typischer Bauformen der Großen Mauer, darunter Wasser- und Signaltürme sowie die Festung Baguaguan und den großen Wachturm „Phönixturm“. Der zugehörige Mauerabschnitt liegt auf einem Hügelkamm und weist einige sehr steile Teilstücke auf. 1986 wurde der Abschnitt als Kulturdenkmal von der Stadt Tianjin unter Schutz gestellt. Seitdem wurden über 3.000 m der Mauer und 20 Wassertürme restauriert.
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