Fenghuangling, auch bekannt als "Phoenix-Berg", liegt im Norden des Bezirks Haidian. Er wird wegen seiner frischen Luft als die "Grüne Lunge Pekings" bezeichnet und ist außerdem bekannt als "Gelber Berg" wegen seiner Vegetation, der Felsen, der großen Hügel und seiner sprudelnden Quellen. Die Landschaft, die sich über 30 Kilometer von der Innenstadt entfernt befindet, ist ein wunderbarer Ort, um der überfüllten Stadt zu entkommen und einfach zu entspannen. Eine der größten Sehenswürdigkeiten von Fenghuangling (chinesisch: 凤凰岭) ist der buddhistische Longquan-Tempel (chinesisch: 龙泉寺), der ursprünglich 1951 erbaut wurde. Jedes Jahr von März bis Mai blühen rund 250 Hektar Aprikosenblüten und ziehen zahlreiche Besucher aus ganz China an.
Ein beliebtes Fotomotiv ist die Diamantpagode. Die Diamantpagode gehört zum Nonnenkloster der Schönen Wolke (Ruiyun An). Dieses geht auf ein Gebäude aus der Zeit des Jin-Kaisers Zhangzong (1190-1208) zurück. Im Jahr 1501, während der Ming-Dynastie, wurde die Anlage zu einem Nonnenkloster umfunktioniert, doch von diesem sind nur noch Ruinen erhalten.
Rechts vor dem Eingangstor steht ein etwa zwanzig Meter hoher Felsen an einer Felsklippe. Auf dem Felsen steht eine zwei Meter hohe Pagode aus Backstein, die Diamantpagode.
Viele Besucher bekommen die Diamantpagode nicht zu sehen, da diese nur auf den Hauptwegen zum Gipfel wandern. Dort gibt es ebenfalls eine kleine Pagode auf einem Felsen, der an einer Klippe steht. Dies ist jedoch nicht die Diamantpagode wie viele glauben. Für Chinesen ganz selbstverständlich, für Besucher aus dem Westen vielleicht etwas befremdlich, wird das Gebiet um den Fenghuangling konsequent für den Tourismus ausgebaut. Die Natur leidet stellenweise massiv darunter und auch die Ursprünglichkeit geht stellenweise leider verloren.
Wer früher auf den Fenghuangling wollte, der musste noch den Berg erklimmen. Nur wo es unbedingt notwendig war, waren ein paar vereinzelte Stufen in den massiven Felsen geschlagen. Heute führen ausgebaute Wege bis auf den Gipfel. Steinstufen ebnen den Weg selbst für den ungeübtesten Wanderer.
Ein Problem, wie überall in China, ist der Müll. Das ökologische Bewusstsein vieler Besucher ist gleich null. Obwohl die neuen Wege von zahlreichen Mülleimern gesäumt werden, wird Müll unterschiedlichster Art einfach achtlos weggeworfen. Zum Glück gibt es zahlreiche Müllsammler, die mehrmals am Tag ebenfalls auf den Gipfel steigen. Sowohl auf dem Weg nach oben wie auch auf dem Weg nach unten sammeln sie den größten Teil des achtlos weggeworfenen Mülls ein.
Fenghuangling ist mit Sicherheit ein guter Tipp. Da der Berg nur rund 30 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt ist, ist er relativ leicht zu erreichen. Die Luft ist wesentlich besser als im Stadtzentrum. Da eine Rundwanderung auf dem Fenghuangling nun für jeden möglich ist, ist es auch ein Tipp für kleine Gruppen, die nicht ganz so gut "zu Fuss" sind.
Öffnungszeiten: 6:00 - 18:00 Uhr
Eintrittspreis: 25 RMB
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