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Tiantan-Park
  发表日期:2021年2月16日  共浏览189 次   出处:www.seeinchina.com     【编辑录入:中华旅游网
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Der Tiantan-Park (Himmelstempel-Park) liegt im Süden Beijings und ist der größte Tempelkomplex Chinas. Mit einer Fläche von ca. 270 ha ist seine Ausdehnung sogar dreimal so groß wie die des Kaiserpalastes und seine Bauzeit (Beginn 1420) betrug 14 Jahre.

In der der Ming- und der Qing-Dynastie kamen die Kaiser jeden Januar nach dem Mondkalender hierher und beteten für eine reiche Getreideernte zum Himmel. Der Komplex des Himmelstempel ist von einer großen Mauer umgeben (Zugänge in allen Himmelsrichtungen) und wird durch eine weitere Mauer in einen inneren und äußeren Bereich unterteilt. Am oberen Teil verlaufen beide Mauern in einer Rundung und am unteren Teil rechteckig, denn nach alter Vorstellung symbolisierte die Rundung den Himmel und das Quadrat die Erde. Mittlerweile ist der Himmelstempel-Park für die Öffentlichkeit zugänglich (nur äußerer Bereicht 15 RMB Eintritt, 35 RMB Eintritt inkl. dem inneren Bereich) und vor allem der äußere Bereich wird sehr gerne von den Stadtbewohnern als Ausflugs- und Erholungsziel genutzt.

Im östlichen Teil, speziell am langen Wandelgang, sieht man in einem bunten Treiben die Leute vor allem tanzen, meditieren, Ball spielen, musizieren, Karten spielen und Geschichten erzählen - das pure Leben. Im westlichen Teil des äußeren Bereichs mit seinen vielen Blumen überwiegt mehr die Entspannung beim Picknick und einem Spaziergang. Hauptbesuchsziel der Touristen ist aber nach wie vor der innere Bereich mit dem eigentlichen Himmelstempel. Die Hauptgebäude des Tempels sind in zwei Gruppen eingeteilt. Zum einen sind das im nördlichen Teil die Qiniandian (Halle der Ernteopfer), das Qinianmen (Tor der Ernteopfer) sowie die Huangqiandian (Halle des Kaiserlichen Himmels) und zum anderen im südlichen Teil die Huangqiongyu (Halle des Himmelsgewölbes) und der Huanqui (Himmelsaltar). Verbunden werden all diese Gebäude durch eine 360 m lange und 28 m breite Terrasse.

Die Qiniandian (Halle der Ernteopfer) ist eine 38 m hohe, runde Halle mit einem Durchmesser von 30 m. Ihr dreistufiges Dach aus dunkelblau glasierten Ziegeln ist von einer vergoldeten Spitze gekrönt. Jede der drei Stufen des Unterbaus ist von einem Geländer aus weißem Marmor mit Basreliefs umgeben. In der Mitte eines jeden Treppenaufgangs rings um den Unterbau befindet sich ein großer Stein mit Drachen-, Phönix- und Wolkenmustern. Die ganze Halle wurde ohne Stahlgestell oder Beton gebaut und besteht ausschließlich aus Holz. Es gibt aber weder große Dachsparren noch lange Querbalken, denn das Dach wird nur von 28 riesigen zinnoberroten Holzsäulen und vielen miteinander verbundenen Querbalken und Bohlen getragen. Die reich verzierten vier mittleren und größten Säulen symbolisieren die vier Jahreszeiten.

Im Kreis aufgestellt folgen zwölf Säulen, die die zwölf Monate symbolisieren, und weitere, ebenfalls im Kreis angeordnet, zwölf Säulen, die für die zwölf Tageszeiten stehen - alle 24 Säulen zusammen stehen für die 24 Einschnitte des Solarjahres im traditionellen chinesischen Bauernkalender. Das Qinianmen (Tor der Ernteopfer) steht südlich der Qiniandian, und die Huangqiandian (Halle des Kaiserlichen Himmels) befindet sich nördlich der Qiniandian. Das Hauptgebäude im südlichen Teil des Tempelkomplexes ist die Huangqiongyu (Halle des Himmelsgewölbes), eine knapp 20 m hohe runde Halle mit einem Dach aus dunkelblau glasierten Ziegeln. Zur Zeit der Ming- und der Qing-Dynastie wurde hier das Gedenktäfelchen des Himmelsgottes aufbewahrt, welches zur Wintersonnenwende vom Kaiser für die Zeremonie zum Himmelsaltar gebracht wurde. Die Halle ist von der berühmten Echomauer (Huiyinbi) umgeben, bei dem man ein leise zur Wand gesprochenes Wort an jeder anderen Stelle vor der Wand glasklar versteht. Dieser beeindruckende Effekt kommt durch die bogenförmige Mauer zustande, an der die Schallwellen entlanglaufen und viele Male zurückgeworfen werden. Vor den Stufen, die zur Huangqiongyu führen, befinden sich die berühmten Steinplatten Sanyinshi (Steine mit dreifachem Echo), auf denen man einen ebenfalls faszinierenden Schalleffekt beobachten kann. Stellt man sich auf die erste Platte vor den Stufen und gibt ein lautes Geräusch von sich, so ertönt ein einfaches Echo, auf der zweiten Platte hört man ein doppeltes Echo und auf der dritten ein dreifaches. Das kommt daher, dass die Steinplatten in unterschiedlicher Entfernung von der den Ton reflektierenden runden Mauer angebracht sind.

Südlich der Huangqiongyu befindet sich der 1530 erbaute Huanqui, der eigentliche Himmelsaltar an dem der Kaiser zum Himmel betete. Es handelt sich um eine runde, in drei Stufen erbaute Terrasse aus schneeweißem Stein. In der Mitte der obersten Terrasse befindet sich eine runde, von 9 ringförmig angeordneten Platten umgebene Steinplatte. Ein zweiter solcher Ring besteht aus 18 (2x9), ein dritter aus 27 (3x9) usw. und der neunte schließlich aus 81 (9x9) - die Zahl 9 galt als heilige Zahl. Spricht man einige leise Worte im Zentrum der obersten Terrasse, so hört man diese selbst sehr laut, während die Leute daneben nicht diesen Eindruck haben - wieder ein bewusst herbeigeführter Echoeffekt.

Zugang: Der Park des Himmelstempels hat in jeder Himmelsrichtung einen Zugang. Der Park ist tgl. von 6:00 bis 21:00 Uhr geöffnet, die Gebäude von 9:00 bis 17:00 Uhr.


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