Die Neun-Drachen-Mauer stellt neben der Weißen Pagode eine der Hauptattraktionen im Beihai-Park dar. Bereits kurz nach dem Jahr 1402 wurde Sie erbaut und mit 427 siebenfarbigen Reliefs aus glasierten Kacheln verkleidet. Ursprünglich schützte sie die Residenz des Kaisers Yongle, der dort residierte, solange sich die Verbotene Stadt noch im Bau befand. Die Neun-Drachen-Mauer stellt neun große, in Wolken und Wellen spielende Drachen dar. Die Mauer ist knapp 6 Meter hoch, 1,6 Meter dick und 25,5 Meter lang.
Neben den neun großen Drachen befinden sich auf den weiteren Verzierungen der Wand hunderte weiterer Drachen-Reliefs, insgesamt zeigt die Wand 635 Drachen in allen Größen. Dies ist die einzige Drachenwand in China, die von Vorder- und Rückseite gestaltet wurde.
Nicht entgehen lassen sollte man sich allerdings die Neun-Drachen-Mauer (Jiulongbi), die ebenfalls hinter einigen Bäumen verborgen ist. Sie ist 25,5 m lang, 6,9 m hoch und 1,4 m dick, steht, anders als ihr Pendant im Kaiserpalast, frei, ist also von beiden Seiten mit glasierten Kacheln bedeckt, auf denen jeweils neun große Drachen, die kaiserlichen Wappentiere, dargestellt sind. Insgesamt gibt es jedoch 635 Drachen auf der Mauer, wenn man auch den allerkleinsten mitzählt. Gebaut wurde diese Mauer zur Geisterabwehr für die Gebäude des Übersetzungs- und Druckstudios für lamaistische Texte, das weiter nördlich lag. Bis 1919 tat sie ihren Dienst ordnungsgemäß, dann brannte das Studio ab.
Vor der Wand steht ein Teich mit einer steinernen Brücke. Wenn sich die Drachen im Wasser spiegeln entsteht ein sehr dynamisches Bild, besonders wenn das Wasser durch eine leichte Brise bewegt wird.
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