Der Paß Gubeikou liegt im Kreis Miyun im Yanshan-Gebirge, etwa 135 Kilometer von Beijing entfernt. Wie die Pässe Shanhaiguan und Juyongguan, so war auch der Paß Gubeikou ein wichtiger Zugang von Beijing zur mongolischen Steppe und nach Nordostchina. Im Jahr 1214 errichtete die Jin-Dynastie hier eine Festung namens Eisernes Tor, und nach der Gründung der Ming-Dynastie wurde die Festung zu einer Festungsstadt ausgebaut und unter starken militärischen Schutz gestellt.
Bereits Mitte des 6. Jahrhunderts zur Nördlichen Qi-Zeit wurde vom Pass Juyongguan über den Paß Gubeikou bis zum Pass Shanhaiguan eine Mauer gebaut. Der erste Ming-Kaiser Zhu Yuanzhang ließ dann General Xu Da u.a. bei den Pässen Juyongguan, Gubeikou und Xifengkou Festungsstädte anlegen bzw. die Mauerstrecken befestigen. Die Festungsstadt Gubeikou wurde 1378 erbaut. Sie befand sich am Ostufer des Flusses Chao und hatte einen Umfang von etwa 2500 Metern. Die Höhe der Stadtmauer war unterschiedlich; an tiefgelegenen Stellen war sie bis zu 10 Meter hoch. Der Fluss Chao westlich der Festungsstadt sowie die massiven Mauern und zahlreiche Wachtürme und Alarmfeuertürme machten die Festungsstadt Gubeikou uneinnehmbar. Heute sind davon nur noch etliche Ruinen vorhanden.
Der Paß Gubeikou war strategisch so wichtig wie die Pässe Juyongguan und Shanhaiguan. Im Gegensatz zu diesen beiden Engpässen liegt der Paß Gubeikou jedoch in einer weit geöffneten Ebene, die durch Verwerfungen der Gebirgskette Yanshan und durch Anschwemmungen des Flusses Chao entstand. Um den Paß dennoch für Feinde unpassierbar zu machen, ließ der Ming-General Qi Jiguang hier die Große Mauer besonders fest bauen und streng bewachen. Dasselbe galt für die Jinshanling-Mauer und die Simatai-Mauer, die beide unter der Verwaltung Gubeikou standen. Diese Abschnitte zählen zu den großartigsten Strecken der Großen Mauer.
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