Der Heizhima-Hutong hat sich in seinem alten Charme erhalten und bietet nach der „touristisch erschlossenen“ Nanluogu-Xiang, durch die Scharen von Touristen geschleust werden, Ruhe und etwas mehr Authentizität.
Der nicht unbeträchtliche große Wohnhof war die vormalige Residenz des Einfach-Weißbanner-Mandschuren Kui Jun [奎俊], einem Minster der späten Qing-Dynastie und wurde dann von Gu Mengyu, (1888 - 1972), der während der Republik als verantwortlicher Beamter für auswärtige Angelegenheit fungierte, bewohnt. Gu Mengyu, der eigentlich Zhao Xiang hieß war in Wanping an der Lugou-Brücke geboren worden, seine Familie stammte aber ursprünglich aus der Zhejiang-Provinz. Nach seiner Graduierung an der Berliner Universität kehrte er nach China zurück und lehrte an der Beida-Universität in Peking. Zudem nahm er in der Regierung Nationalchinas verschiedene Schlüsselpositionen ein.
Der großdimensionierte architektonisch geschlossene Siheyuan besteht aus fünf Höfen. Die Gebäude sind von hoher Qualität. An die Eingangsfront schließt sich ein schmaler, langer Hof an, der im Norden durch Hallen mit einer zentralen Toranlage abgeschlossen wird. Der sich anschließende schmale, langgezogene Hof wird im Norden durch eine hohe Mauer mit einem großen Chuihua-Tor [垂花门] begrenzt. Sie schließt den daran anschließenden inneren und Hauptwohnhof von den äußeren Höfen ab. Drei mächtige Hallen im Carré bilden einen mächtigen Wohnhof. An der Südseite verbindet eine rotgrün gestrichene Gallerie die beiden Seitenhallen.
Der Siheyuan wurde 2003 zum Kulturschutzobjekt der Stadt Peking erklärt.
Lage: Die Nummer 13 des Heizhima-Hutongs [黑芝麻胡同] war die Residenz von Gu Mengyu und ist aus diesem Grunde unter diesem Namen bekannt. Dieser Hutong zweigt, wenn man von Norden (von der Guloudong-Dajie, der Westverlägerung der Lampion-Straße) die Nanluogu-Xiang (南锣鼓巷) in Richtung Süden nimmt, als zweiter Hutong nach rechts ab.
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