Chao Geda ist ein spezielles Nudelgericht aus Beijing. Während der Zubereitung wird es gleichermaßen gekocht und gebraten. Es ist von goldbrauner Farbe, das Grün des darauf verteilten frischen Gemüses wechselt sich mit dem Gelb ab. Beim Essen ist es weich, hat aber auch Biss, je mehr man kaut, umso besser schmeckt es.

Erfinder von Chao Geda waren die alte Frau Mu und ihre Tochter aus der Nähe von Zangjiaqiao vor dem Hepingmen-Tor Beijings.
Im ersten Jahr der Republik eröffneten Mutter und Tochter ein Lokal und nannten es „Haus des großen Glücks“. Weil es nur ein kleines Geschäft mit alltäglichen Speisen war, gedieh der Handel überhaupt nicht. Eines Tages hatten sie nur zehn Pfund Nudeln vorbereitet, sie verkauften einen ganzen Tag lang, doch kurz vor Ladenschluss waren immer noch fünf, sechs Pfund übrig. Die beiden waren besorgt, plötzlich kam ihnen eine Idee. Sie gaben die übrig gebliebenen Nudeln auf ein ebenes Brett und kneteten sie noch einmal durch, dann rissen sie sie in kleine Stückchen, etwas größer als Spielwürfel, kochten sie in einem Topf heißen Wassers gar, fischten sie heraus und breiteten sie an einem schattigen, kühlen Ort aus. Am Abend desselben Tages nahmen Mutter und Tochter einige der gekochten Nudelhäppchen, gaben etwas grünes Gemüse dazu, brieten alles und aßen, sie hatten nicht damit gerechnet, dass es dermaßen gut schmeckte. Beim Essen beratschlagten sie und entschieden, neben den bisher angebotenen Speisen auch dieses neue Nudelgericht aufzunehmen, sie nannten es „Chao Geda“.
Am nächsten Tag waren alte wie neue Kunden ganz wild darauf, „Chao Geda“ zu probieren, denn es war lecker und billig. Die fünf, sechs Pfund Nudelhäppchen waren im Nu ausverkauft.
Nachdem Chao Geda erschienen waren, wurden sie anfangs vorwiegend von der arbeitenden Bevölkerung gegessen. Später wurden sie immer besser und immer bekannter, so dass auch viele namhafte Leute der Gesellschaft wegen des Rufes kamen und einmal probierten. Von da ab fügten die neuartigen Chao Geda mit ihrer einzigartigen Besonderheit den chinesischen Nudelspeisen eine neue Variante hinzu und finden seitdem großen Zuspruch beim Volk.
Quelle:Confucius Institute Online
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