Der chinesische Alkohol: In der „Erlitou-Kultur“ von über 4000 Jahren haben die chinesischen Archäologen keramisches Trinkgeschirr entdeckt. Hieraus kann man ersehen, dass man damals schon damit angefangen hat, Alkohol zu trinken.
In der chinesischen Geschichte gibt es viele Geschichten über Alkohol. Tao Yuanming, der Dichter in der Jin-Dynastie, musste täglich Alkohol trinken. Der berühmte Dichter in der Tang-Dynastie Li Bai hat hundert Gedichte geschrieben, nachdem er ein Dou (deutsch: Hohlmaß-Einheit, gleich 1 Dekaliter) Alkohol getrunken hatte.
China ist ein Land, das dem Ritual Beachtung schenkt und die Chinesen benehmen sich manierlich. Zum Beispiel gibt es auch beim Alkoholtrinken viel Interessantes. Auf dem Bankett soll ein junger Mann beispielsweise den Becher zuerst erheben, um den Respekt vor den Senioren oder vor den Vorgesetzten zu zeigen. Bevor man aus dem Becher trinkt, werden die beiden aus Freundlichkeit anstoßen, wobei der junge Mann aus Achtung den Becher etwas niedriger als den des Seniors halten soll. Wer den Toast ausbringt, der leert seinen Becher, um seine Aufrichtigkeit zum Ausdruck zu bringen. Es herrscht eine lockere, lebhafte und fröhliche Atmosphäre beim Alkoholtrinken unter den Chinesen.
Manchmal spielt man auch das Trinkspiel, um die lebhafte Atmosphäre noch weiter zu verstärken. Das Trinkwettspiel ist eigentlich ein Spiel am Tisch, bei dem es verschiedene Regeln gibt, aber eine Voraussetzung ist allen gemeinsam: Der Verlierer muss trinken. Unter den altertümlichen Intellektuellen wurde das Trinkwettspiel so oft getrieben, indem man eine Parallele oder eine Antithese eines vorgetragenen Gedichtes oder Spruchpaars ausdachte und ergänzte.
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