Wie ein wuchtiger verschachtelter Würfel präsentiert sich das Chinesische Museum für Wissenschaft und Technik mitten im Olympiapark von Beijing. Das 1988 eröffnete Museum ist das größte seiner Art in ganz China und das erste, das die beiden Disziplinen miteinander verband. Seine Struktur gleicht der eines chinesischen Lu-Ban-Lock-Puzzles und ist nicht zufällig gewählt. Den Besuchern will man hier einen Schlüssel zur Welt der Wissenschaften an die Hand geben, verkündet ein Informationsschild am Eingang. Und das gelingt der Ausstellung durch ihre thematische Vielfalt, ihre spielerische Herangehensweise und zahlreiche interaktive Elemente auch.
Wochentags zieht es offenbar vor allem Schulklassen in das Museum. Schon der große Vorplatz ist bevölkert mit Kindern, die in geordneten Zweierreihen in die riesige Eingangshalle traben. Dort wartet die erste große Attraktion auf sie: Drei 160 Millionen Jahre alte Dinosaurierskelette ragen in schwindelerregende Höhen empor. Spätestens dort ist Schluss mit der von den Lehrern verordneten Disziplin, überall sieht man umhertobende Schüler in kleinen Gruppen auf Entdeckungsreise gehen.
Und zu erkunden gibt es eine ganze Menge. Auf einer Fläche von 48000 Quadratmetern sind mehr als 800 Exponate ausgestellt, jede der vier Etagen behandelt einen großen Themenbereich, unterteilt in mehrere Unterthemen. Dabei geht es alles andere als trocken und theoretisch zu. Alle Ausstellungsobjekte werden, wie es sich für ein Museum gehört, natürlich erklärt (in Chinesisch und Englisch), laden aber vor allem zum Anfassen, Ausprobieren und Experimentieren ein. Lernen geschieht hier nicht nur durch den Kopf, sondern durch alle Sinne.
Chinesisches Museum für Wissenschaft und Technik
Adresse: Beisanhuan Zhonglu 1, Bezirk Chaoyang, 100006 Beijing
Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr (montags geschlossen)
Eintrittspreise: Erwachsene 30 Yuan / Kinder 20 Yuan
Anfahrt: Linienbus 300 bis Bushaltestelle Kejiguan, U-Bahnlinie 8 bis South Gate of Forest Park, dann 15 Minuten Fußweg
Quelle: beijingreview.com.cn
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