Am 15. Oktober 2000 fand eine große Feier anlässlich der Fertigstellung der Renovierung statt. Über 1.000 Menschen nahmen daran teil, neben geladenen Persönlichkeiten Taoisten aus verschiedenen Landesteilen sowie aus Hongkong und Macao.
Die Tempelanlage nimmt eine Fläche von 60.000 qm ein. Die Gebäude machen ein Sechstel der Gesamtfläche aus. Über 20 Hallen stehen hier, darunter die Halle des Jadekaisers, die Halle der Vier Heiligen, die Halle der Drei höchsten Gottheiten und die Halle der Acht Unsterblichen. Im hinteren Teil liegt der stille Yunji-Garten. Hier befinden sich schöne Pavillons, bizarre Felsen und das Yunji-Haus mit Wandelgängen.
Zu den wertvollsten Schätzen des Tempels zählen Steintafeln mit dem Text des "Tao-de-king", dessen Schriftzeichen nach der Handschrift Zhao Mengfus, eines berühmten Kalligraphen der Yuan-Zeit, eingraviert wurden, die mingzeitliche Auflage der "Taoistischen Werke der Regierungsperiode des Kaisers Zhengtong", die der Kaiser Yingzong dem Tempel geschenkt hatte, eine goldene Glocke, die vom Kaiser Kangxi der Qing-Dynastie gestiftet wurde, sowie gestickte Banner und Gewänder, die die Kaiserinwitwe Cixi dem Tempel geschenkt hatte. Aufbewahrt werden ferner viele taoistische Rollbilder, Tafeln mit Inschriften, die von den Kaisern Kangxi und Qianlong geschrieben wurden, und ein Gemälde der Kaiserinwitwe Cixi mit dem Titel "Winterkirsche".
Der Baiyun Guan ist heute eine von in- und ausländischen Touristen vielbesuchte Stätte. Jährlich zum Frühlingsfest findet hier ein großer Tempelmarkt statt. Tausende von Menschen kommen dann hierher, und kaum einer vergisst, einen der Steinaffen hinter dem Eingangstor zu streicheln oder Geld durch ein "Münzenloch" zu werfen, denn beides, so glaubt man, bringe Glück.
Quelle: german.china.org.cn
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