Der südöstlich des Kaiserpalastes in Beijing liegende Himmelstempel stellt den größten Baukomplex für die Anbetung des Himmels in der Welt dar. Im Jahre 1918 wurde er für die Öffentlichkeit geöffnet. In der Ming-und Qing-Dynastie hatten 22 Kaiser hier Opferzeremonien für den Himmel abgehalten. Der Himmelstempel ist eine Kristallisation der Errungenschaften auf den Gebieten der Philosophie, der Politik, der Astronomie, der Musik, insbesondere der Architektur und der Technik, somit birgt die Anlage einen tiefen und weitgehenden Sinngehalt in sich.
Auf einer eigenen Nord-Süd-Achse angelegt, ist die ganze Anlage voller Symbole: Der quadratische Mauerabschnitt im Süden versinnbildlicht die Erde, während der Mauerabschnitt im Norden ein Halbkreis ist und das Symbol des Himmels darstellt, weil nach der altchinesischen Vorstellung der Himmel rund und die Erde quadratisch ist.
Die drei Baugruppen auf der Achse von Süd nach Nord: der Himmelsaltar (Huangqiu Tan), die Halle des Himmelsgewölbes (Huangqiong Yu) und die Halle der Ernteopfer (Qinian Dian) sind die wichtigsten Bestandteile der Anlage, wobei die Halle der Ernteopfer der Hauptbau ist. In dieser Halle brachten einst die Kaiser dem Himmel Opfertiere dar, beteten den Himmel für günstige Witterung und gute Ernte an. Der Bau selbst, ein Meisterwerk der Holzstruktur in China, ist das Wahrzeichen Beijings geworden.
Im November 1998 nahm die UNESCO den Tempel in die Liste der Weltkulturerben auf.
Reiseservice
Verkehr: Der Tempel ist zu erreichen mit den Buslinien 6,17, 35,39,106,803 und Extra 3.
Tel.: 0086-10-67022617
Öffnungszeiten: Täglich von 6.00-20.00
Website: www.tiantanpark.com
(Quelle:eu-asien.de)
|