Die Westkirche wurde als letzte und kleinste der vier großen Kirchen Pekings im Süden der Xizhimennei-Straße errichtet.
1705 erreichte Erzbischof Carlo Tommaso Maillard de Tournon als päpstlicher Legat Peking, um die Beziehungen zu Kaiser Kangxi zu verbessern und um die Entscheidung des Papstes in Bezug auf den Ritenstreit durchzusetzen.
Mitglied seiner Delegation war unter anderem P. Pedrini, der allerdings erst 1711 Peking erreichte. der engagiert wurde, um den späteren Kaiser Yongzhen in den westlichen Wissenschaften zu unterrichten. 1723 erwarb Pedrini das Grundstück in Xizhimen und errichtete dort mehrere Wohnhäuser und eine Kirche. Pedrini war Lazarist, bot aber Kirche und Wohnhäuser Priestern verschiedener Kongregationen an, die in China missionarisch tätig waren.
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1811 beschloss die kaiserliche Verwaltung, dass nur noch Personen, die bei Hofe zu tun haben, innerhalb der Stadt leben dürfen. Daraufhin wurde die Westkirche komplett abgerissen. Erst 1860 erhielt die Kirche ihr Eigentum zurück, und Bischof Martial Mouly ließ die Westkirche wiederaufbauen und weihte sie 1867 ein.
Am 15. Juni 1900 wurden die Kirche und die Wohngebäude während des Boxer-Aufstands erneut zerstört, dieses Mal durch ein Feuer. Zwölf Jahre später wurde die Kirche erneut wiederaufgebaut.
Nach ihrer Nutzung als Lagerhalle und Fabrik während der Kulturrevolution und des Abrisses des Glockenturms, wurde die Westkirche 1994 offiziell wieder für die Gläubigen geöffnet.
Adresse
Xizhimen Nei Dajie 130, Xicheng Bezirk
Messen
Sonntags 8:00 und 18:30 (Chinesisch)
Werktags 7:30 (Chinesisch)
Quelle china-zentrum
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