Die Kathedrale ist die älteste Kirche in Beijing. Ursprünglich von dem italienischen Jesuiten Matteo Ricci als kleine Kapelle an seinem Wohnort erbaut, wurde 1650 an dieser Stelle unter der Aufsicht des deutschen Jesuitenmissionars Adam Schall von Bell, der zu dieser Zeit Direktor des Amts für Astronomie und Kalender war, die erste große Kirche Beijings erbaut. Auf dem Gelände befanden sich zudem noch ein astronomisches Observatorium und eine Bibliothek. Während der Kulturrevolution wurde die Kirche geschlossen, 1979 aber offiziell wieder eröffnet. Seit 1971 gab es aber bereits wieder Gottesdienste für ausländische Diplomaten, Besucher und Überseechinesen.
Der neue Bischof der Diözese Peking, Li Shan, wird den Bischofssitz wieder zur Nordkirche verlegen.
Adresse:Qianmen Xi Dajie 141, Xicheng Bezirk
Messen
Sonntags: 6:00 (Lateinisch), 7:00 und 8:30 (Chinesisch),
10:30 und 16:30 (Englisch), 18:00 (Französisch)
Werktags: 6:00 (Lateinisch), 6:30 und 7:15 (Chinesisch)
Samstags: 6:00 (Lateinisch), 6:30, 7:15 und 18:30 (Chinesisch)
Quelle:china-zentrum Die Westkirche wurde als letzte und kleinste der vier großen Kirchen Pekings im Süden der Xizhimennei-Straße errichtet.
Mitglied seiner Delegation war unter anderem P. Pedrini, der allerdings erst 1711 Peking erreichte. der engagiert wurde, um den späteren Kaiser Yongzhen in den westlichen Wissenschaften zu unterrichten. 1723 erwarb Pedrini das Grundstück in Xizhimen und errichtete dort mehrere Wohnhäuser und eine Kirche. Pedrini war Lazarist, bot aber Kirche und Wohnhäuser Priestern verschiedener Kongregationen an, die in China missionarisch tätig waren. 1811 beschloss die kaiserliche Verwaltung, dass nur noch Personen, die bei Hofe zu tun haben, innerhalb der Stadt leben dürfen. Daraufhin wurde die Westkirche komplett abgerissen. Erst 1860 erhielt die Kirche ihr Eigentum zurück, und Bischof Martial Mouly ließ die Westkirche wiederaufbauen und weihte sie 1867 ein.
Am 15. Juni 1900 wurden die Kirche und die Wohngebäude während des Boxer-Aufstands erneut zerstört, dieses Mal durch ein Feuer. Zwölf Jahre später wurde die Kirche erneut wiederaufgebaut.
Nach ihrer Nutzung als Lagerhalle und Fabrik während der Kulturrevolution und des Abrisses des Glockenturms, wurde die Westkirche 1994 offiziell wieder für die Gläubigen geöffnet.
Adresse
Xizhimen Nei Dajie 130, Xicheng Bezirk
Messen
Sonntags 8:00 und 18:30 (Chinesisch)
Werktags 7:30 (Chinesisch)
Quelle china-zentrum Die sogenannte Ostkirche wurde als zweitälteste Kirche Beijings 1655 von den portugiesischen Jesuitenmissionaren Louis Buglio und Gabriel de Magalhães erbaut. Als 1860 nach dem zweiten Opiumkrieg der Kirche ihr Besitz zurückgegeben wurde, war von der ehemaligen Ostkirche nur noch das Tor der Umfassungsmauer übrig.
Am 21. August 1966 wurde die Kirche zu Beginn der Kulturrevolution geschlossen und erst 1980 wieder für das religiöse Leben geöffnet. Bis dahin war sie als Grundschule genutzt worden.
Im Zuge der Verschönerung und des Umbaus der Wangfujing-Straße zur Fußgängerzone wurde auch die Ostkirche im Jahr 2000 komplett renoviert und erstrahlt seitdem in neuem Glanz.
Adresse
Wangfujing Dajie 74, Dongcheng Bezirk
Messen
Sonntags: 6:15, 7:00, 8:00 (Chinesisch) und 16:00 (Englisch)
Werktags: 6:30, 7:00 (Chinesisch)
Quelle:china-zentrum
Dongjiaominxiang Kirche 天主教东交民巷教堂
Die Kirche in der Dongjiaomin Gasse wurde 1901 im 27. Jahr der Regierung von Kaiser Guangxu erbaut. Mit ihren zwei Kirchtürmen ist sie typisch für den neugothischen Stil. Adresse
Dongjiaomin Gasse 13, Dongcheng Bezirk
Messe
Werktags 6:30, 7:00
Sonntags 7:00, 8:00, 18:30
St. Theresa 小德肋撒堂/ Nangangzi Kirche 南岗子堂
Die Kirche ist der Heiligen Therese von Lisieux geweiht. 1910 wurde sie als Teil des Universal Charity Konvents gebaut. 1958 wurde sie beschädigt und 1986 an die Diözese Peking zurück gegeben. Adresse
Yongsheng Gasse 6, Xingfu Straße, Bezirk Chongwen
Pingfang Kirche / 平房耶稣君王堂
Die Kirche wurde 1916 im Bezirk Chaoyang erbaut und 1922 geweiht. 1991 wurde sie an die Diözese zurück gegeben und 1996 wieder für die Gläubigen geöffnet. 1999 wurde sie offiziell zur Pfarrkirche.
Quellen: Jean Charbonnier, MEP, Guide to the Catholic Church in China. Zhongguo tianzhujiao zhinan 中国天主教指南, Singapore 2008; Tianzhujiao Shanghai jiaoqu 天主教上海教区. Diocese of Beijing, Beijing 2012; www.catholic-bj.org.
Quelle:china-zentrum Nordkirche ist eine der größten und eine der ältesten Kirchen Pekings und war für einige Zeit auch der Bischofssitz der Hauptstadt.
Ursprünglich stand die Kirche am Westufer des Canchikou-Sees. Das Grundstück war aus Dankbarkeit den Jesuiten 1693 von Kaiser Kangxi (1662-1722) geschenkt worden, nachdem ihn unter anderem Jean-Francois Gerbillion von der Malaria geheilt hatte. Der Kaiser präsentierte den Jesuiten zudem zum Dank zeremonielle Rollen mit der Inschrift: "Der wahre Ursprung aller Dinge". Es dauerte vier Jahre, die Kirche zu errichten, bis sie am 9. Dezember 1703 geweiht wurde. Nachdem der Jesuitenorden 1773 durch den Papst aufgelöst worden war, übernahmen die Lazaristen die "französische Mission".
Während des Boxeraufstands 1900 wurde der Glockenturm der Kirche beschädigt, aber später repariert und vergrößert. Zwei Monate lang wurde die Kirche von den Boxern belagert, während 3.000 Katholiken in ihren Mauern Zuflucht suchten.
1958 wurde das Grundstück von der Regierung konfisziert, und die Nordkirche wurde lange Jahre von einer Schule genutzt. Erst im Dezember 1985 konnte die Nordkirche, nach ihrer Rückgabe durch die chinesische Regierung, wieder für die Gläubigen geöffnet werden. Von 1989 bis 1992 war auch das Seminar der Diözese Peking dort untergebracht.
Adresse
Xishiku Dajie 33, Xicheng Bezirk
Messen
Sonntags: 6:00, 7:00, 8:00, 10:00 und 18:00 (Chinesisch)
Werktags: 6:00 und 7:00 (Chinesisch)
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